Vierlinden-Quartier News Erneuerbare Energie für ein grünes Quartier
Kalte Nahwärme

Erneuerbare Energie für ein grünes Quartier

Während die ersten Bewohnerinnen und Bewohner bereits eingezogen sind und die zweite Bauetappe läuft, ist die Energieversorgung längst vollständig angelegt – unter der Erde. 101 Geothermie-Sonden  versorgen die Gebäude des Quartiers zuverlässig mit Wärme und Kälte.

Vierlinden-Quartier - Geothermie

Direkte Nutzung von erneuerbarer Energie aus dem Erdreich

Die Energieversorgung des Vierlinden-Quartiers basiert auf einem sogenannten Kalte-Nahwärme-System. Wie bei klassischen Fern- oder Nahwärmenetzen werden mehrere Gebäude über ein gemeinsames Leitungsnetz miteinander verbunden und zentral versorgt. Der wesentliche Unterschied liegt jedoch im Temperaturniveau des zirkulierenden Mediums: Kalte Nahwärme arbeitet mit Temperaturen zwischen etwa 5 und 20 °C und damit deutlich niedriger als konventionelle Wärme­netze, die üblicherweise Temperaturen von 70 bis 100 °C erreichen.

In der Regel erstrecken sich Kalte Nahwärme-Netze nicht weiter als einige wenige Kilometer und eignen sich daher besonders für kompakte Quartierslösungen. Im Vierlinden-Quartier wird die benötigte Energie über 101 Geothermie-Sonden gewonnen, die jeweils rund 200 Meter tief in das Erdreich eingebracht sind. Ein Wasser-Glykol-Gemisch dient als Trägermedium und transportiert die im Erdreich gespeicherte Energie zu den Gebäude.

Dort erfolgt die Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe und die Übergabe an die gebäudeinternen Systeme - im Sommer kann auch gekühlt werden.

 

Nach Einschätzung von Roland Satzger, Geschäftsbereichsleiter der i+R geotech, ergeben sich durch den Einsatz von Kalten Nahwärme-Netzen unter anderem folgende Vorteile:

  • Bereitstellung von Wärme & Kälte
  • Reduzierte Wärmeverluste durch niedrigere Temperaturen
  • Direkte Nutzung von erneuerbarer Energie aus dem Erdreich
  • Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Preisentwicklung
  • Höhere Flexibilität als herkömmliche Wärmenetze